Donnerstag, 30. August 2012

Norden - Osten - Süden - Westen

Merksatz dazu:
Nie Ohne Stiefel Wandern oder
Nie Ohne Seife Waschen

und weil sie so schön sind, gleich noch einen Merksatz für die Himmelrichtungen:
Im Osten geht die Sonne auf,
im Süden nimmt sie ihren Lauf,
im Westen will sie untergeh'n,
im Norden ist sie nie zu seh'n.

Und hier kommt der Trick mit der Armbanduhr: Hast du eine Uhr mit einem Zifferblatt? Halte sie so, dass der kleine Zeiger auf die Sonne gerichtet ist. Die Südrichtung findest du dann genau in der Mitte zwischen dem Stundenzeiger und der Richtung zur 12 auf dem Zifferblatt (nimm aber immer den kürzeren Weg zur 12.)
 
 

Mittwoch, 29. August 2012

Digitale Demenz auf dem Vormarsch?

In welchem Alter die Symptome einer Demenz auftreten, hängt nicht zuletzt davon ab, wie gut ausgebildet das Gehirn eines Menschen ist.
Unternehmen, die ohne digitale Medien auskommen – diese Vorstellung ist heute nahezu undenkbar. PC, Smartphone, Tablet & Co. sind feste Bestandteile der Arbeitswelt. Diese Entwicklung fördert zwar vermeintlich die Leistungsfähigkeit der Betriebe, kann aber langfristig die geistige Gesundheit der Mitarbeiter gefährden, ist Prof. Dr. Manfred Spitzer überzeugt. Der bekannte Psychologe erklärt am Mittwoch, 26. September, auf der Messe Zukunft Personal in Köln, warum ständiger Gebrauch von moderner IT »digitale Demenz« hervorruft und was Personalverantwortliche dagegen tun können.
»Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von Studien, die belegen, dass digitale Medien unser Gedächtnis beeinträchtigen können«, sagt Prof. Dr. Manfred Spitzer. Der Lehrstuhlinhaber für Psychiatrie an der Universität Ulm spricht dabei auch von »digitaler Demenz«. Den Begriff verwenden koreanische Ärzte seit 2007, um ein Syndrom zu beschreiben, das sie bei Menschen ab einem Alter von etwa 20 Jahren beobachtet haben, die sehr viel Zeit mit Computer und Internet verbringen: Störungen von Merkfähigkeit und Konzentration, Schwierigkeiten beim Lesen eines Textes, Abgeschlagenheit, Mattigkeit und Motivationslosigkeit.
»Wer Informationen googelt, speichert die Erkenntnisse mit geringer Wahrscheinlichkeit im Gehirn ab«, führt der Psychologe Spitzer ein Beispiel an. Wer sich im Chat austausche, statt Face to Face mit einem Gegenüber darüber zu sprechen, merke sich Inhalte nicht so gut. »Im Internet wird zudem mehr gelogen und betrogen als in der realen Welt«, so Prof. Spitzer. Das führe dazu, dass unser Gehirn nicht in der gleichen Weise präzise arbeite. Hemme dieser Vorgang die Gehirn-Bildung langfristig, könnten verfrüht Symptome einer Demenz eintreten. Nach einem aktuellen Bericht der Bundessuchtbeauftragten gebe es in Deutschland 500.000 Internet- und Computersüchtige sowie weitere 500.000 Gefährdete. »Deshalb liegt es nahe, dass das Problem der digitalen Demenz in den nächsten Jahrzehnten deutlich zunehmen wird.«
Geistiger Abstieg – eine Altersfrage?
In welchem Alter die Symptome einer Demenz aufträten, hänge nicht zuletzt davon ab, wie gut ausgebildet das Gehirn eines Menschen sei. Der Ulmer Psychologe macht dies mit einem Vergleich deutlich: »Wer vom Mount Everest absteigt, befindet sich trotz Abstieg lange Zeit in großer Höhe. Wer von einer Sanddüne auf Meereshöhe absteigt, ist sehr rasch unten.«
Degenerative Veränderungen, die bei Demenz häufig vorlägen, hätten zwar ganz selbstverständlich etwas mit dem Alter zu tun. Doch diese Veränderungen führten bei gut trainierten Gehirnen nicht zwangsläufig zu einer nachlassenden Gedächtnisleistung. Es seien Fälle dokumentiert, bei denen die geistige Leistungsfähigkeit des Menschen bis ins hohe Alter vollkommen erhalten bleibe, auch wenn nach ihrem Tod im Gehirn auffällige Veränderungen wie bei Alzheimerscher Demenz nachgewiesen werden konnten. »Wir kennen auch Fälle von Menschen, bei denen mehr als das halbe Gehirn nicht mehr vorhanden ist und die dennoch klinisch völlig unauffällig sind«, so Prof. Spitzer.
Gehirn trainieren und Lernzeit nicht verdösen
Die geistige Gesundheit der Beschäftigten steht demnach bei mangelndem Training auf dem Spiel. Zudem könne aus täglichen Überlastungen und Multitasking-Versuchen ein massiver Schaden für die Wirtschaft entstehen. »Ich halte es deshalb für sehr wichtig, dass wir uns einen anderen Umgang mit den Medien angewöhnen«, betont der Professor. Nicht jede E-Mail müsse innerhalb von drei Minuten beantwortet werden. Besonders wertvoll sei die Zeit, die Beschäftigte »offline« zum Nachdenken und zur konzentrierten Arbeit hätten. Jede Unterbrechung hingegen könne nur schaden.
Ebenso unsinnig wie Multitasking sei der Ansatz, über E-Learning Personal zu qualifizieren. Implizit gebe dies sogar die E-Learning-Branche zu, indem sie zunehmend von »Blended Learning« spreche. Demnach müsse der Lehrer dem Lernprozess »beigemischt« werden. Doch eine solch »entpersonalisierte« Art zu denken helfe beim Lernen nicht weiter. »Lernen funktioniert vor allem dann, wenn eine gute Beziehung zwischen Lernendem und Lehrendem vorhanden ist, ein Vertrauensverhältnis und eine gegenseitige Wertschätzung«, konstatiert Prof. Spitzer. Es komme darauf an, dass der Lehrende im Lernenden ein Feuer entfache und Begeisterung wecke. »Zeit, die wir vor einer Mattscheibe verdösen, ist keine Lernzeit.«
Weitere Tipps, was sich gegen digitale Demenz tun lässt, gibt Prof. Dr. Manfred Spitzer in seinem Keynote-Vortrag auf der Messe Zukunft Personal:
»Digitale Demenz«
Mittwoch, 26. September 2012, 16.00 bis 17.00 Uhr,
im Anschluss Public Interview
Koelnmesse, Halle 11.2, Forum 1

Gelesen:  http://www.bildungsspiegel.de/bildungsnews/verschiedenes/459-digitale-demenz-auf-dem-vormarsch.html

Dienstag, 28. August 2012

Der besondere Lerntipp: "Lückenfüller"

Diese Lerntechnik hilft Ihnen, den Inhalt gerade von längeren Textpassagen besser im Gedächtnis zu verankern. Spaß macht Sie auch noch, denn ein bisschen Kombinationsfähigkeit ist gefordert! Wenn Sie diese Wiederholungstechnik regelmäßig anwenden, werden Sie feststellen, dass Sie damit allgemein Ihre Fähigkeit erhöhen, sich auch über längere Zeit exakt an den Lernstoff zu erinnern.

So funktioniert der Lückenfüller

  1. Schneiden Sie einen 2 cm breiten Papierstreifen aus einem DIN A4-Blatt aus.
Bild: HAF
  1. Nehmen Sie sich das Studienheft, das Sie gerade bearbeiten.
  2. Wählen Sie eine Textpassage aus, die nicht länger als eine Seite ist und die Sie schon gelesen haben.
  3. Legen Sie den Papierstreifen senkrecht auf den Text.
  4. Füllen Sie jetzt die Lücken: Lesen Sie den Text und ergänzen Sie die abgedeckten Stellen. Der exakte Wortlaut ist nicht wichtig, auf den Inhalt kommt es an!
Bild: HAF
  1. Nehmen Sie den Papierstreifen wieder ab und stellen Sie fest, inwieweit Ihre "Lückenfüller" dem Original entsprechen.

Eine echte Herausforderung wird diese Technik mit einem breiteren Papierstreifen (ca. 4 cm):
  1. Schneiden Sie nun einen 4 cm breiten Papierstreifen aus und legen Sie ihn wie schon einmal senkrecht über Ihren Text.
  2. Lesen und ergänzen Sie den Text.
Jetzt geht es nicht mehr nur um einzelne Worte, sondern noch stärker um den eigentlichen Inhalt des Textes.

Ergebnis

Ob Sie mit dem, was Sie ergänzen konnten, bereits zufrieden sind oder nicht, hängt von Ihrem persönlichen Ehrgeiz ab. Auf jeden Fall haben Sie sich intensiv mit dem Text beschäftigt und ihn sich so zu Eigen gemacht. Sicher haben Sie sich in Thema nun viel besser hineingedacht als vorher und können es auch noch nächste Woche zusammenfassen.

Tipp

Diese Technik können Sie immer anwenden, wenn das einfache Lesen nicht ausreicht, um sich alle Informationen eines Textes zu merken. Wenn Sie die Technik regelmäßig anwenden, trainieren Sie damit Ihre Fähigkeit zur exakten Erinnerung.

Quelle:  http://bildungsklick.de/a/83976/der-besondere-lerntipp-lueckenfueller/